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Asus Eee PC

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Eee PC [iː piː siː] war eine Serie von Netbooks des Computerherstellers Asus. Das Akronym „Eee“ steht für den Werbespruch „Easy · Excellent · Exciting“ (einfach, exzellent, aufregend) bzw. „Easy to Learn, Easy to Work, Easy to Play“.[1]

Eee PC – 4G (701) von Asus
Größenvergleich zwischen dem Eee PC und einem Päckchen Taschentücher

Die Geräte der Eee-PC-Serie waren vor allem für den Massenmarkt in Schwellenländern gedacht, wogegen sie in Industrienationen mit deutlicher Verzögerung als Lifestyle-Produkte erschienen sind.

Mit dem Erscheinen des ersten iPad 2010 und der darauf folgenden Entwicklung von Tablets wurde die Entwicklung des Eee-PC eingestellt. Inzwischen sind Netbooks allgemein zur Seltenheit geworden.

Das erste Gerät war der Eee PC 700, ein Subnotebook, welches zu einem für diese Kategorie sehr niedrigen Preis angeboten wurde. Von Intel wurde für diese Geräteklasse im Februar 2008 die Bezeichnung Netbook eingeführt.[2] Das Gerät wurde seit dem 16. Oktober 2007 in Taiwan angeboten,[3] es folgten die USA Anfang November 2007 und Großbritannien Mitte November 2007. In Deutschland und Österreich begann der Verkauf am 24. Januar 2008, allerdings zunächst nur in einer Version (Eee PC 701 4G) und in zwei verschiedenen Farbausführungen (schwarz und perlweiß).[4]

In allen Ländern kam es zu Engpässen bei der Auslieferung, da die Nachfrage das Angebot, dessen Umfang Asus nicht bekannt gab, überstieg.[5] Die große Nachfrage führte zu einer ganzen Reihe ähnlicher Geräte von Mitbewerbern.

Das Nachfolgemodell Eee PC 900 kam am 26. Juni 2008 in Deutschland auf den Markt. Am 18. August 2008 folgte der Eee PC 901, der einen Intel-Atom-Prozessor als CPU hatte. Am 4. September 2008 erschien der Eee PC 1000H, der über ein 10-Zoll-Display, eine 160-GB-Festplatte, eine 1,3-Megapixel-Webcam, Bluetooth und eine n-WLAN-Schnittstelle verfügte. Bei Markteinführung kosteten die Nachfolgeprodukte (zum Teil erheblich) mehr als der Eee PC 701 4G bei seiner Markteinführung (299 Euro).

Im Juni 2009 zeigte Asus eine Variante mit Snapdragon-Prozessor – als erstes PC-ähnliches Gerät auf ARM-Basis (nach Acorn) mit Googles Android als Betriebssystem. Das Gerät wurde jedoch nur als Prototyp präsentiert und gelangte nicht in den Verkauf.[6][7]

Das erste Modell des Eee PC hat ein Display mit einer Bildschirmdiagonalen von 7 Zoll und einer Auflösung von 800×480 Pixeln. Als Prozessor dient bei der Serie 701 ein untertakteter Celeron Mobile Prozessor (ULV353), der mit 630 anstatt 900 MHz betrieben wird. Beim Eee PC 700 2G surf, dem einfachsten, in Europa nicht angebotenen Modell, hat der Prozessor nur 570 MHz. Als Grafikchip wird bei allen Modellen ein Intel 915GML eingesetzt, der neben dem internen Display einen VGA-Anschluss hat, über den ein externer Monitor oder Projektor mit einer Auflösung von bis zu 1600×1200 Pixeln betrieben werden kann. Die Modelle haben je nach Ausstattungsvariante zwischen 256 (700er) und 1024 MB Arbeitsspeicher.

Für den Klang sind Stereo-Lautsprecher vorhanden, die durch einen High-Definition-Audio-Chipsatz angesteuert werden. Zudem sind ein Mikrofon sowie Audio-Ein- und Ausgang vorhanden. Ein optisches Laufwerk (CD/DVD) ist nicht vorhanden. Statt einer Festplatte ist ein Solid State Drive mit – je nach Ausstattungsvariante – 2 bis 8 GB Speicherkapazität verbaut. Alle Modelle verfügen über einen 10/100-MBit-LAN-Anschluss, 11/54-MBit-WLAN (Atheros-Chipsatz), drei USB-2.0-Anschlüsse, einen Cardreader für MMC / SD/SDHC- sowie einen PCI-Express-Mini-Card-Steckplatz.

Insgesamt gibt es vom Eee PC im Ausland vier Ausstattungsvarianten und in den Farben Pink, Grün, Blau sowie Schwarz und Weiß. Unterscheidungsmerkmale sind in erster Linie die Kapazität des Arbeitsspeichers, die Größe des Solid State Drive und die Kapazität des Akkus. Zusätzlich verfügen einige Varianten über eine eingebaute