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Elektrode

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Eine Elektrode [elɛkˈtroːdə] (von altgriechisch ηλεκτρόν elektron, „Bernstein“, i. ü. S. „elektrisch“, und ὁδός hodós, „Weg“) ist ein Elektronenleiter, der zusammen mit einer Gegenelektrode (AnodeKathode) mit einem Medium, das sich zwischen beiden Elektroden befindet, in Wechselwirkung steht. Elektroden bestehen aus elektrischen Leitern, meist einem Metall oder Graphit. Sie dienen dazu, nicht elektronenleitende Bereiche mit Kabeln zu verbinden, und werden dazu beispielsweise angewendet:

Über die elektrische Funktion hinaus kann Elektrodenmaterial abgeschieden oder verbraucht werden, oder in der Elektrode können physikalische Prozesse stattfinden wie in der Anode einer Röntgenröhre.

Elektroden im Gas oder Vakuum oder mit Isolator

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Glühelektrode in einer Gasentladungs­lampe

Je nach Art des Mediums, das die Elektrode umgibt, kommt es zu unterschiedlichen Formen der Wechselwirkung:

Elektrochemische Elektroden

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Hier ist das Medium, das an die Elektrode grenzt, ein flüssiger oder fester Ionenleiter, der Elektrolyt. Durch Oxidations- und Reduktions-Reaktionen oder durch eine äußere Spannung baut sich an der Elektrode ein elektrochemisches Potential auf.

Man unterscheidet vier Typen von Elektroden, je nach Art der Abhängigkeit des Potentials von der Konzentration des Elektrolyten:

  1. Elektroden erster Art
  2. Elektroden zweiter Art, bei denen Feststoffe an der Reaktion beteiligt sind
  3. Redox-Elektroden; hier treten keine Metallionen durch die Phasengrenzen, sondern Elektronen. Das Metall selbst wird dabei nicht angegriffen, da kein Stofftransport durch die Phasengrenzen stattfindet.
  4. Ionenselektive Elektroden, bei denen das Potential im Idealfall von der Konzentration nur eines bestimmten Ions abhängt.

Schließt man zwei Elektroden, die in unterschiedlich konzentrierte Elektrolytlösungen tauchen oder aus unterschiedlichen Materialien bestehen, über einen Stromkreis aneinander, so erhält man ein galvanisches Element. Zwischen den Elektroden ist eine Spannung messbar, die aus der Potentialdifferenz resultiert und die Quellenspannung oder „reversible Zellspannung“ genannt wird. Solch eine Anordnung kann Strom abgeben (Batterie).

Durch Zuschalten einer äußeren Spannung laufen andere chemische Reaktionen an den Elektroden ab (Elektrolyse).

Die Elektroden können aus Metallen oder Halbleitern bestehen, z. B. auch aus Graphit, Glaskohlenstoff, und können flüssig (Quecksilber) oder fest sein.

Eine zum Korrosionsschutz verwendete Elektrode ist die Opferanode.

In der Brennstoffzelle, bei Gassensoren sowie bei einigen Batterien wird die Gasdiffusionselektrode eingesetzt.