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Filmprojektor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ein Kino-Filmprojektor
Ein 8-mm-Schmalfilmprojektor für Heimgebrauch

Ein Filmprojektor oder Laufbildprojektor dient als Projektor zur Projektion einer fortlaufenden Reihe von Einzelbildern auf eine Bildwand, die zuvor mit einer Filmkamera auf fotografischem Film (Kinefilm) aufgezeichnet worden sind.

Um den Eindruck eines bewegten Bildes hervorzurufen, werden Einzelbilder in schneller Folge hintereinander gezeigt. Der Bildwechsel erfolgt heute normalerweise 24 mal pro Sekunde. Dabei verharrt das Einzelbild jeweils kurz im gebündelten Lichtstrahl, bevor der Film ruckartig zum nächsten Bild weitertransportiert wird. Damit die Bildbewegung nicht wahrgenommen werden kann, verdunkelt eine rotierende Umlaufblende den Lichtstrahl während des Weitertransports zum nächsten Bild. Die aufeinanderfolgende Projektion von 24 Einzelbildern pro Sekunde reicht zwar für eine ruckfreie Wahrnehmung von Beta-Bewegungen aus, doch werden 24 Dunkelphasen pro Sekunde als störendes Flimmern wahrgenommen. Üblicherweise verdunkelt die Umlaufblende den Lichtstrahl darum ein oder zwei weitere Male während der Stillstandsphase eines jeden Einzelbilds. Jedes Filmbild erscheint also zwei oder drei Mal hintereinander, der Hell-Dunkel-Wechsel kann durch Flimmerfusion und Erhöhung der Verdunklungsfrequenz auf 48 oder 72 Hertz vom Auge nicht mehr wahrgenommen werden.

Super-8-Filme arbeiten mit einer Bildfrequenz von 18 Hz und die meisten Stummfilme wurden noch mit 16 bis 22 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Werden diese mit der heute üblichen Geschwindigkeit abgespielt, erscheinen Bewegungen im Zeitraffer. Kommunale Kinos besitzen häufig Projektoren mit variabler Geschwindigkeit.

Aufgrund der im deutschen Sprachraum üblichen Netzfrequenz von 50 Hz arbeitet das Fernsehen mit 50 Halbbildern pro Sekunde, d. h. mit einer Bildfrequenz von 25 Hz. Zur Vermeidung von Interferenzen werden Kinofilme im Fernsehen anstelle der vorgesehenen 24 Hz ebenfalls mit 25 Hz ausgestrahlt, wodurch sich die Laufzeit um 4 % verkürzt. Ein Kinofilm von 100 Minuten Dauer läuft im Fernsehen und auf Video also nur 96 Minuten.

Mechanische Filmprojektoren wurden rund ein Jahrhundert lang verwendet. Seit der Jahrtausendwende werden Kinofilme zunehmend digital produziert, verbreitet und projiziert.

Die wichtigsten Elemente eines Filmprojektors sind

Funktionsweise eines Malteserkreuzgetriebes, das den Film schrittweise zur Einzelbildprojektion transportiert
  • der Filmantrieb (zum Beispiel ein Malteser-Kreuz-Gesperre in Verbindung mit Schaltrolle oder ein Greifer), der den Film in der Dunkelphase transportiert, um ihn in der Hellphase möglichst lange stillstehend projizieren zu können. Der Film läuft in einer sogenannten Filmbahn, wo er längs, quer und entlang der optischen Achse geführt wird (siehe dazu die Nomenklatur der engeren Filmtechnik).
  • die Umlaufblende (Sektorscheibe), die den Lichtstrahl unterbricht, während der Film transportiert wird, und dann noch ein weiteres Mal in der Mitte des Moments, in dem das Filmbild gezeigt wird (Erhöhen der Flimmerfrequenz)
Eingebrannte Kohlen der Kohlebogenlampe eines Filmprojektors
Oben: Xenonlampe 4000 Watt, defekt
Unten: Xenonlampe 2000 Watt, unbenutzt in Schutzverpackung
Filmprojektor mit Kohlebogenlampe
Projektionseinheit des Kinoprojektors FP 30, Details per Anklicken
Filmbahn eines 16-mm-Projektors mit Bildfenster