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Lee Seung-hoon (Eisschnellläufer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Lee Seung-hoon
Lee Seung-hoon, 2012
Nation Korea Sud Südkorea
Geburtstag 6. März 1988 (38 Jahre)
Geburtsort Seoul, Korea Sud Südkorea
Karriere
Disziplin Eisschnelllauf
Verein Shinmok High School[1]
Korea National Sport University (KNSU)[2][3]
Korean Air (business club)[4]
→ IHQ (Ko, business club)[3][5]
Trainer Park Sae-woo (ST : National)[6][7]
Baek Kuk-Kun (ST : KNSU)[8]
Kwon Soon-chun (SS : National)[4]
Bob de Jong (SS : National)[9]
Jeon Myeong-gyu (SS : Personal_KNSU)[10][11]
Lee Kyu-hyeok (SS : IHQ)[3][5]
Nationalkader seit 2005 (shorttrack Weltcup Peking)[12][1]
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 2 × Goldmedaille 3 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
WM-Medaillen 3 × Goldmedaille 4 × Silbermedaille 3 × Bronzemedaille
Teamweltmeisterschaften 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
AM-Medaillen 3 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Asienspiele 7 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Universiade 4 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
JWM-Medaillen 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Teilnehmer im Eisschnelllauf
 Olympische Winterspiele
Gold 2010 Vancouver 10.000 m
Silber 2010 Vancouver 5000 m
Silber 2014 Sotschi Teamverfolgung
Gold 2018 Pyeongchang Massenstart
Silber 2018 Pyeongchang Teamverfolgung
Bronze 2022 Peking Massenstart
 Einzelstreckenweltmeisterschaften
Silber 2011 Inzell 5000 m
Silber 2013 Sotschi Teamverfolgung
Bronze 2015 Heerenveen Teamverfolgung
Gold 2016 Kolomna Massenstart
Silber 2025 Hamar Massenstart
EinzelstreckenasienmeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Gold 2010 Obihiro 1500 m
Gold 2010 Obihiro 5000 m
Gold 2010 Obihiro 10.000 m
Gold 2011 Harbin 1500 m
Gold 2011 Harbin 5000 m
Gold 2011 Harbin 10.000 m
Silber 2011 Harbin 500 m
Gold 2012 Astana 5000 m
Gold 2012 Astana 10.000 m
Gold 2013 Changchun 5000 m
Gold 2013 Changchun 10.000 m
Silber 2013 Changchun 1500 m
 Winter-Asienspiele
Gold 2011 Almaty 5000 m
Gold 2011 Almaty 10000 m
Gold 2011 Almaty Massenstart
Silber 2011 Almaty Mannschaftsverfolgung
Gold 2017 Sapporo 5000 m
Gold 2017 Sapporo 10000 m
Gold 2017 Sapporo Massenstart
Gold 2017 Sapporo Mannschaftsverfolgung
Silber 2025 Harbin Mannschaftsverfolgung
 Universiade
Gold 2007 Turin 5000-m-Staffel
Silber 2007 Turin 1000 m
Silber 2007 Turin 3000 m
Bronze 2007 Turin 1500 m
Gold 2009 Harbin 1000 m
Gold 2009 Harbin 1500 m
Gold 2009 Harbin 3000 m
Bronze 2009 Harbin 5000-m-Staffel
Teilnehmer im Shorttrack
 Shorttrack-Weltmeisterschaften
Silber 2005 Peking 5000 m Staffel
Bronze 2005 Peking 1500 m
Bronze 2005 Peking 3000 m
Gold 2008 Gangneung 3000 m
Gold 2008 Gangneung 5000 m Staffel
Shorttrack-TeamweltmeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Silber 2005 Chuncheon Team
Bronze 2008 Harbin Team
 Shorttrack-Juniorenweltmeisterschaften
Gold 2005 Belgrad 2000 m Staffel
Platzierungen im Eisschnelllauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 7. November 2009
 Weltcupsiege 12 (davon 10 Einzelsiege)
 Grand-WC 8. (2014/15)
 Gesamt-WC 5000/10000 4. (2012/13)
 Gesamt-WC Massenstart 1. (2014/15, 2016/17)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 5000 Meter 1 0 2
 10000 Meter 0 1 2
 Teamwettbewerb 2 11 4
 Massenstart 9 2 3
letzte Änderung: 16. Juli 2025

Lee Seung-hoon (koreanisch 이승훈; * 6. März 1988 in Seoul) ist ein südkoreanischer Eisschnellläufer, der zuvor als Shorttracker aktiv war. Sein bisher größter Erfolg war der Gewinn der Goldmedaille über 10.000 m bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver, als er olympische Bestleistung lief. Neben einer olympischen Silbermedaille über 5000 m gewann er bei den Asienmeisterschaften im Eisschnelllauf 2010 drei Goldmedaillen.

Lee startete bereits in der Grundschule mit dem Shorttracken und setzte das Training trotz finanzieller Probleme der Eltern über die High School bis zur Universität fort. Seine erste internationale Medaille gewann er bei den Shorttrack-Weltmeisterschaften 2005 in Peking, als er über 1500 und 3000 m Bronze sowie mit der 5000-Meter-Staffel Silber gewann. Zwei Jahre später nahm er bei der Winter-Universiade 2007 in Turin teil und gewann Silber über die 1000-m- und 3000-m-Distanz sowie die Bronzemedaille über 1500 m. Außerdem gewann er in der 5000-Meter-Staffel die Goldmedaille. Bei den Shorttrack-Weltmeisterschaften 2008 im südkoreanischen Gangneung gewann er über 3000 m und erneut mit der 5000-Meter-Staffel Gold.

Bei der Winter-Universiade 2009 in Harbin (China) gewann Lee über 1000, 1500 und 3000 m jeweils die Goldmedaille. Er ist damit nach Sung Si-bak, der 2007 fünf Goldmedaillen gewann, der erfolgreichste Shorttracker bei einer Universiade. Außerdem gewann er mit der 5000-Meter-Staffel die Bronzemedaille.[13]

Da es in Südkorea sehr viele Shorttracker gibt, war der Konkurrenzkampf sehr hoch, sodass Lee trotz sehr guter Leistungen bei den letzten Wettkämpfen überraschend nicht für die südkoreanischen Meisterschaften im April 2009 nominiert wurde. Daraufhin entschloss sich Lee, vom Shorttrack zum Eisschnelllauf zu wechseln, der in Südkorea weniger populär ist.[14] Nachdem er in einem Vorentscheid den Favoriten Choi Geun-won besiegt hatte, wurde er ins südkoreanische Nationalteam aufgenommen.

Seinen ersten größeren Wettbewerb im Eisschnelllauf bestritt Lee bei den Einzelstreckenasienmeisterschaften 2010 im japanischen Obihiro, wo er drei Goldmedaillen über 1500, 5000 und 10.000 m gewann, wobei er jeweils eine persönliche Bestleistung aufstellte.

Nachdem Lee die Olympianorm erfüllt hatte, nahm er bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver teil. Seinen ersten Wettkampf bestritt er über 5000 m, wo er in einer Zeit von 6:16,95 min hinter dem Niederländer Sven Kramer die Silbermedaille gewann. Damit war Lee der dritte südkoreanische Eisschnellläufer, der bei Olympischen Spielen einen Medaillenrang erreichte sowie der erste Asiate überhaupt, der eine olympische Medaille über eine Langstrecke gewann.[15]

Über 10.000 m lief Lee Seung-hoon im fünften von acht Paaren mit einer Zeit von 12:58,55 min olympischen Rekord. Im letzten Paar trat der Niederländer Sven Kramer gegen den Russen Iwan Skobrew an und führte in der Mitte des Rennens mit über vier Sekunden. Bei der Sieben-Kilometer-Marke wurde Kramer allerdings von seinem Trainer in eine falsche Bahn gewiesen und somit später von der Jury disqualifiziert, obwohl er im Ziel Lees Bestzeit noch einmal unterboten hatte. Daraufhin wurde dem Südkoreaner die Goldmedaille zuerkannt.[16]

Bei den siebten Winter-Asienspielen in Astana gewann Lee Seung-hoon die Goldmedaillen über 5000 und 10.000