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Netbook

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
HP 2133 Mini-Note PC (2008)

Als Netbook wird eine Klasse von Notebooks bezeichnet, die besonders auf Mobilität und einen niedrigen Preis ausgelegt sind, und die dafür bei der Leistungsfähigkeit und Ausstattung deutliche Kompromisse eingehen; obwohl sie insbesondere als mobile Internet-Clients konzipiert sind, verfügen nur wenige Modelle über ein integriertes Mobilfunk-Modem. Netbooks waren von 2007 bis ungefähr 2011 populär, Tablets und Convertibles lösten die Netbooks weitgehend ab.

Größenveranschaulichung (klein nach groß, vorne nach hinten):
Nintendo DS Lite, Asus Eee PC und
Apple MacBook (13″-Notebook) (Modelljahre um 2007)
Übliches 17″-Breitbild-Notebook (HP Pavilion DV9769eg, 2008) im Vergleich zum „Mini-Notebook“ Toshiba Libretto 100CT von 1997

Netbooks wurden entworfen, um mit Browserfunktionen im Intranet oder im Web zu surfen oder Webapplikationen zu verwenden. Sie sind leistungsschwächer als konventionelle Notebooks, z. B. mit kleinen Festplatten und schwächeren Prozessoren. Dadurch konnten Preisvorteile gegenüber seinerzeit teureren kompakten Notebooks mit ähnlicher Displaygröße erzielt werden.

Das Display von Netbooks hat in der Regel eine Bilddiagonale von 18 bis 30 cm (7 bis 11,6″)[1][2], ein optisches Laufwerk ist grundsätzlich nicht integriert. Netbooks haben nur selten einen Touchscreen. Hingegen haben sie eine vollwertige PC-Tastatur mit Funktionstastenreihe (aber ohne separaten Cursortasten- und Ziffernblock) und ein Touchpad.

Als Betriebssystem kamen ursprünglich verschiedene Linux-Distributionen und später Microsoft Windows XP[3] zum Einsatz, denn die Rechenleistung war bei den meisten Netbooks für Windows Vista nicht ausreichend. Mit dem Verkaufsstopp von Windows XP am 22. Oktober 2010[4] war auch die Auslieferung von neuen Netbooks mit XP nicht mehr möglich, sodass fortan Netbooks überwiegend mit dem verhältnismäßig ressourcenschonenden Windows 7 Starter ausgestattet waren.

Da jedoch das Netbook von den meisten Kunden einfach nur als günstiges Notebook wahrgenommen und verwendet wurde, existierte schon 2009 ein Trend zu stärkeren Komponenten, um den Kundenerwartungen entgegenzukommen.[5] Mit dieser neuen Geräteklasse verschwamm die Grenze zu den seinerzeit so benannten Subnotebooks.[6] Mit neueren, leistungsstärkeren Modellen mit mehr als 2 GB RAM und einem hochauflösenden 12,1″-Display wurde zu jener Zeit auch Windows 7 Home Premium verwendet.