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Sirup

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Eine Flasche Ahornsirup
Video: Kochen von Apfelkraut in Belgien, 1980

Sirup (von arabisch شراب šarāb ‚Trank‘ über mittelhochdeutsch syrop[1] und mittellateinisch siropus, sirupus (später auch syrupus) ‚(eingekochter[2]) Zuckersaft; zuckerhaltiger, dickflüssiger Heiltrank‘)[3] ist eine dickflüssige, konzentrierte Lösung (Konzentrat), die durch Kochen und andere Techniken aus zuckerhaltigen Flüssigkeiten wie Zuckerwasser, Zuckerrübensaft, Fruchtsäften oder Pflanzenextrakten gewonnen wird. Durch seinen hohen Zuckergehalt ist er unter Luftabschluss auch ohne Kühlung lange haltbar. Sirup wird für Getränke, Süßspeisen und als Arzneiform verwendet, auch – besonders der Zuckerrübensirup – als Brotaufstrich sowie Teigzusatz zum Süßen und Färben beim Kochen oder Backen (siehe: Soße, Braune Kuchen, Roggenbrot/Vollkornbrot[4]).

Zur Herstellung von Fruchtsirup kocht man die Früchte mit etwas Wasser und entsaftet sie so. Die gesiebte Flüssigkeit wird mit Zucker vermischt, erneut aufgekocht und anschließend in heiß ausgespülte Flaschen gefüllt (siehe Einkochen). In Deutschland waren bis in die 1970er-Jahre kommerziell hergestellte Fruchtsirupe zum Mischen mit Wasser oder Sodawasser beliebt, kamen dann jedoch weitgehend außer Gebrauch. Die bekannteste Marke war Tri Top. Im Zuge der Verbreitung der Trinkwassersprudler wuchs auch wieder das Angebot an Sirup.

Im Handel erhältlicher Himbeer- oder Waldmeistersirup (besonders als Zusatz für Berliner Weiße bekannt) wird in den meisten Fällen aus konzentrierter Zuckerlösung, Aroma- und Farbstoffen hergestellt – es handelt sich also nicht um Fruchtsirup.

Sirupähnliche Substanzen kommen auch natürlich vor, wie z. B. Honig.

In der Lebensmittelindustrie spielen Sirups vor allem als kalt hergestellte Saftkonzentrate (Dicksaft) eine wichtige Rolle. Dabei ist weniger die Haltbarkeit von Bedeutung als das reduzierte Gewicht beim Transport. So wird etwa