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Synthiepop

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Synthiepop
Entstehungsphase: 1977–80
Herkunftsort: Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Deutschland Deutschland
Genretypische Instrumente
Synthesizer, Drumcomputer, Sequenzer
Einflüsse
New Wave, Electronic, Disco, Pop, Post-Punk, Glamrock, Krautrock

Synthiepop (auch Synthie-Pop, Synth-Pop, Synthpop oder selten Technopop) bezeichnet eine in den 1970er Jahren aufgekommene Stilrichtung innerhalb der elektronischen Tanzmusik, deren wesentliches Merkmal die Verwendung elektronischer Instrumente (Synthesizer) als Stilelement ist. Akustische Instrumente wie Gitarren, Bassgitarren und Schlagzeug finden im Synthiepop, im Gegensatz zur Rockmusik, wenn überhaupt, nur eine marginale Verwendung. Jedoch sollten traditionelle Instrumente nicht einfach durch elektronische ersetzt werden (was schon durch die damals sehr hohen Preise und Größe der Geräte nicht sinnvoll war). Stattdessen wurde als Versuch damit begonnen, neue künstlerische Wege der Klanggestaltung und Stilschaffung zu gehen.

Neben Synthiepop werden auch die Begriffe „Elektropop“ und „Technopop“ verwendet, deren genaue Definition und Eingrenzung unterschiedlich diskutiert werden. Gemeint ist je nach musikalischem Schwerpunkt eine mit synthetischer Klangerzeugung und/oder Samplern produzierte Popmusik. Dennoch wird nicht jede elektronisch erzeugte Popmusik automatisch Synthiepop genannt. U.A. aus dem Synthiepop entwickelte sich das Genre Retrowave.

Die Anfänge (1970–1978)

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Der Synthiepop ist ein – trotz erster Arbeiten von Terry Riley und Annette Peacock – im Wesentlichen in Europa entstandener Stil. Schon die Bands der deutschen Krautrock-Welle Ende der 1960er Jahre experimentierten mit Synthesizern und elektronischen Effekten; die Ergebnisse waren allerdings meist zu experimentell, um sie als Popmusik bezeichnen zu können. Auch in England mehrten sich Anfang der 1970er Jahre die Bands, die Synthesizer einsetzten (beispielsweise Emerson, Lake and Palmer oder Pink Floyd). Anzumerken ist jedoch, dass zu dieser Zeit elektronische Instrumente außergewöhnlich teuer waren und daher nicht für jede Band in Frage kamen.

Als erster wirklicher Elektropop-Hit wird die Single Popcorn von Hot Butter (1972) angesehen. Im selben Jahr erschien auch der von einem Moog-Synthesizer dominierte Hit Son of my father der Gruppe Chicory Tip, an dem u. a. Synthesizer-Pionier Giorgio Moroder als Komponist beteiligt war. Wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Stilrichtung hatte vor allem aber die deutsche Band Kraftwerk, die zwar experimentell begonnen hatte, nach 1974 jedoch hauptsächlich eingängige Musik produzierte. Ihre Hits wie Autobahn, Das Model, Radioaktivität und Trans Europa Express machten die Band ebenso wie den neuartigen Musikstil international bekannt.

Der „80er Pop“ (1978–1989)

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Waren Synthesizer in den 1970er Jahren aufgrund ihres Preises nur wenigen Spitzenverdienern unter den Musikern vorbehalten, so kamen Ende der 1970er Jahre zunehmend (relativ) preiswertere und kompaktere Instrumente auf den Markt (vor allem der Hersteller