Gesetz
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Zitate
[Bearbeiten]A
[Bearbeiten]- "Aber man kann zweifeln, ob es wohlgetan ist, alle Handlungen der Menschen durch eine Kette von Gesetzen fest zu umgrenzen, so dass sie eine Übertretung nicht mehr wagen." – Johann Amos Comenius, Das einzig Notwendige
- "Alles ist wie durch ein heiliges Band miteinander verflochten! Nahezu nichts ist fremd. Eines schließt sich ja dem anderen an und schmückt, mit ihm vereinigt, dieselbe Welt. Aus allem zusammen ist eine Welt vorhanden, ein Gott, alles durchdringend, ein Körperstoff, ein Gesetz, eine Vernunft, allen vernünfitgen Wesen gemein, und eine Wahrheit, sofern es auch eine Vollkommenheit für all diese verwandten, derselben Vernunft teilhaftigen Wesen gibt." – Marc Aurel, Selbstbetrachtungen
- "Also demütigt das moralische Gesetz unvermeidlich jeden Menschen, indem dieser mit demselben den sinnlichen Hang seiner Natur vergleicht." – Immanuel Kant, Metaphysik der Sitten, A 133
- "Aus Bequemlichkeit suchen wir nach Gesetzen." – Novalis, Fragmente
B
[Bearbeiten]- "Beredsamkeit, die nicht mit der Logik übereinstimmt, Wahrhaftigkeit, die nicht mit der Vernunft übereinstimmt, Mut, der nicht mit der Gerechtigkeit übereinstimmt, Gesetzlichkeit, die nicht mit der sinngemäßen Anwendung übereinstimmt, sind wie ein irrender Wanderer auf schnellem Rosse oder wie ein Wahnsinniger, der ein scharfes Schwert schwingt." – Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 137. Aus dem Chinesischen übertragen und herausgegeben von Richard Wilhelm (1873–1930), Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf-Köln 1979, ISBN 3-424-00625-4
D
[Bearbeiten]- "Das dritte Gesetz der Sehnsucht lautet: Nur im Spiegel anderen Lebens können wir uns selbst verstehen. Wir brauchen den Blick des Allerfremdesten." – Andreas Weber: Alles fühlt : Mensch, Natur und die Revolution der Lebenswissenschaften. – Berlin : Berlin Verlag, 2007 ISBN 3-8270-0670-8 – Seite 34. – Zitiert bei ANU
- "Das Gesetz der Liebe ist viel enger, strenger und höher als alle Rechte und Gesetze der Menschen, und eine gegen die Liebe gehende Handlungsweise mit ihrer weltlichen und gesetzlichen Erlaubtheit entschuldigen wollen, heißt darum geradesoviel, als sich in irdischen Geschäften außerhalb des Bereiches des Christentums stellen, dessen Grundgesetz die Liebe ist." – Adolph Kolping, RhVB, S. 498
- "Das Gesetz hat die Menschen nicht um ein Jota gerechter gemacht; gerade durch ihren Respekt vor ihm werden auch die Wohlgesinnten jeden Tag zu Handlangern des Unrechts." – Henry David Thoreau, Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat
- "Das Gesetz ist das Eigenthum einer unbedeutenden Klasse von Vornehmen und Gelehrten, die sich durch ihr eignes Machwerk die Herrschaft zuspricht." - Georg Büchner, Der Hessische Landbote, Erste Botschaft. Darmstadt, im Juli 1834. S. 2
- "Das Gesetz ist etwas, in dem alle übereinstimmen, dessen Befolgung sich Weise und Toren gleich angelegen sein müssen." – Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 444
- "Das Gewissen eines jeden Bürgers ist sein Gesetz." – Thomas Hobbes, Leviathan
- "Dass kein Unschuldiger und auch der Schuldige nur unter Wahrung aller seiner Persönlichkeits- und Verteidigungsrechte verurteilt werde, ist eine für die Rechtskultur eines Landes entscheidende, seine Rechtsstaatlichkeit mit konstituierende gesetzlicheForderung." – Claus Roxin, Festschrift für Ernst-Walter Hanack zum 70. Geburtstag am 30. August 1999 – Berlin [u.a.] : de Gruyter, 1999, S. 3
- "Denn wenn ein Staat stürzt, so stürzen auch seine Gesetze." – Martin Luther, Tischreden
- "Die Ehe ist die einzige wirkliche Leibeigenschaft, die unser Gesetz kennt. Es gibt keine Sklaven mehr, außer den Herrinnen jedes Hauses." – John Stuart Mill, Die Hörigkeit der Frau
- "Die Gesetzbücher treffen so viele Vorkehrungen gegen die Gewalt, und unsere Erziehung ist dermaßen in der Absicht geleitet, unsere Tendenzen zur Gewaltsamkeit abzuschwächen, dass wir instinktiv zu dem Gedanken geführt werden, dass jede Handlung der Gewalt die Kundgebung eines Rückschritts zur Barbarei sei." – Georges Sorel, Réflexions sur la violence, 6, 1
- "Die Gesetze der Geschichte sind stärker als die bürokratischen Apparate." – Leo Trotzki, Der Todeskampf des Kapitalismus und die Aufgabe der Vierten Internationalen, Mai-Juni 1938
- "48. Die Gesetze sind den Spinnweben gleich / da die kleinen Fliegen und Mücken innen bleiben hencken / die Wespen aber und Hornissen hindurch tringen: Also auch henckt man die kleinen Dieb/ die großen aber läßt man laufen/ [...]" - Christoph Lehmann: Florilegii Politici Ander theil, Ernewerter Politischer blumen Garten, Franckfurt 1641, S. 101 f. Google Books
- "[…] unter der majestätischen Gleichheit des Gesetzes, das Reichen wie Armen verbietet, unter Brücken zu schlafen, auf den Straßen zu betteln und Brot zu stehlen." – Anatole France, »Le lys rouge«, 1894, (deutscher Titel: »Die rote Lilie«)
- "Die Moral, so fern sie auf dem Begriffe des Menschen, als eines freien, eben darum aber auch sich selbst durch seine Vernunft an unbedingte Gesetze bindenden Wesens, gegründet ist, bedarf weder die Idee eines andern Wesens über ihm, um seine Pflicht zu erkennen, noch einer andern Triebfeder als des Gesetzes selbst, um sie zu beobachten." – Immanuel Kant, Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, BA II, Vorrede, Zur ersten Auflage
- "Die Philosophie schweigt, wo im Gesetz kein Sinn und Verstand ist." – Denis Diderot, Unterhaltung eines Vaters mit seinen Kindern oder Von der Gefahr, sich über die Gesetze hinwegzusetzen, 1770
- "Die Welt ändert sich, die Zeit wechselt, darum ist es gehörig, dass auch die gesetzlichen Ordnungen verändert werden." – Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 232
- "Die Zahl der Kinder zu beschränken oder eines der nachgeborenen Kinder zu töten, ist eine Schandtat. Und mehr vermögen dort gute Sitten als anderswo Gesetze." – Tacitus, Germania XIX
E
[Bearbeiten]- "Ein Volk ohne Gesetze gleicht einem Menschen ohne Grundsätze." – Karl Salomo Zachariae, Von der gesetzgebenden Gewalt: II. Gesetze sind Vorschriften allgemeinen Inhalts. Aus: Vierzig Bücher vom Staate. Vierter Band. Heidelberg: C. F. Winter, 1840. S. 9. Google Books
- "Entstehen und Vergehen, das ist das Gesetz der Welt." – Publilius Syrus, Sentenzen L5
- "Es erben sich Gesetz und Rechte // Wie eine ew'ge Krankheit fort; // Sie schleppen von Geschlecht sich zum Geschlechte // und rücken sacht von Ort zu Ort. // Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage; // Weh dir, dass du ein Enkel bist! // Vom Rechte, das mit uns geboren ist, // Von dem ist leider! nie die Frage." – Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Vers 1972 ff. / Mephistopheles
- "Es gibt kein Gesetz der Sittlichkeit, sondern Gott sagt einem jeden, was er darf und was er nicht darf." – Paul Ernst, Erdachte Gespräche
- "Es ist ein Gesetz des menschlichen Geistes, dass man einen Irrtum nur dadurch überwinden kann, dass man ihn an sich selbst erfährt, erlebt und wenigstens als vorläufige Annahme sich zu eigen macht." – Ernest Dichter, Überzeugen, nicht verführen
- "Es ist keine Religion (oder Gesetz) höher als die Wahrheit!" – Helena Petrovna Blavatsky, Die Geheimlehre, Leipzig o.J. [1899], I, 25
F
[Bearbeiten]G
[Bearbeiten]- "Gedanken und Gewissen sind Privatsache. Der Staat sollte z.B. nicht versuchen, die private Moral zu überwachen. Er soll nur dort eingreifen, wo gemeinsames Handeln, ein einheitliches Gesetz notwendig ist." – Woodrow Wilson, Der Staat
- "Gefängnisse werden aus den Steinen der Gesetze errichtet, Bordelle aus den Ziegeln der Religion." – William Blake, Die Hochzeit von Himmel und Hölle
- "Gerade den besten Gesetzen der Vorfahren geben wir leichten Herzens den Abschied." – Thomas Morus, Utopia I.
- "Gesetze schinden die Armen, und die Reichen beherrschen die Gesetze." – Oliver Goldsmith, Der Wanderer
- "Gesetze sind Spinnweben, die die kleinen Fliegen fangen, aber die großen gehen durch sie hindurch." – Honoré de Balzac, Das Haus Nucingen
- "Gesetze und religiöse Regeln gaben einer Frau fast immer elementare Sicherheit, auch wenn ein Mann die Scheidung wollte. Das Scheidungsverbot galt als „Gottes Wille“ („Was Gott verbunden hat, das soll der Mensch nicht trennen.“), und damit hatten Frauen eine unanfechtbare Garantie. Die Ehe-als-Sakrament war das weibliche „göttliche Recht“." – Warren Farrell, „Mythos Männermacht“, 1995, S. 112
H
[Bearbeiten]- "Hätte die Natur so viele Gesetze, als der Staat, Gott selbst könnte sie nicht regieren." – Ludwig Börne, Der Narr im weißen Schwan. 2. Kapitel. Aus: Gesammelte Schriften. Dritte, vermehrte und rechtmäßige Ausgabe. 2. Theil. Stuttgart: Brodhag, 1840. S. 450. Google Books
- "Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne." – Immanuel Kant, eine Form seines Kategorischen Imperatives, Kritik der praktischen Vernunft, 1. Teil, 1. Buch, §7
- "Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde." – Immanuel Kant, Kategorischer Imperativ, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Akademie-Ausgabe Kant Werke IV, Walter de Gruyter 1968, S. 421, 6.